Stand 03.04.2020 / 18:00 Uhr

 

Sehr geehrte Eltern,

Sie haben Fragen zur Risikoeinschätzung in Bezug auf die Coronavirus-Pandemie.

Zunächst darf ich auf die Stellungnahme der DGPK zu diesem Thema verweisen, hier finden Sie einen link zum Download:

http://www.kinderkardiologie.org

Mitnichten sind die von uns betreuten Kinder mit korrigierten Herzfehlern mit der Risikogruppe von „Erwachsenen mit Vorerkrankungen“ vergleichbar. Das bedeutet, dass ich für Ihr in meiner Praxis betreute Kind in den allermeisten Fällen kein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung durch das SARS-CoV-2-Virus sehe. Eine echte Grippe wäre – nach dem, was bisher bekannt ist – gefährlicher. Natürlich gibt es – wie immer in der Medizin – auch hier Ausnahmen. Wenn Sie glauben, dass Ihr Kind zu diesen seltenen Ausnahmefällen gehört, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben, dann schreiben Sie mir.

Viel wahrscheinlicher ist, dass Kinder, wenn sie sich anstecken, gar keine Symptome haben, aber massenhaft Viren im Nasen-Rachen-Raum produzieren und dadurch alle ihre Kontaktpersonen anstecken.

Bitte beachten Sie die empfohlenen Hygienemaßnahmen und die angeordneten Kontaktbeschränkungen konsequent und ausnahmslos. Kinder gefährden im Zweifelsfall die älteren, viel stärker gefährdeten Mitmenschen, ohne selbst gefährdet zu sein.

Wir erleben eine für alle nie da gewesene Ausnahmesituation. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, dass die Zahl der schwer Erkrankten nicht zu schnell ansteigt und dadurch möglichst allen schwer Erkrankten die maximalen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Bleiben Sie gesund und vor allem – soweit es geht – zu Hause.

Herzliche Grüße

Dr. med. C. Irtel von Brenndorff